Coin Citim

 

Il ne faut pas s’effrayer des plus de 1000 pages de ce roman choral, car il se lit comme un thriller. Vous tenez entre vos mains l’avenir de notre monde. Californie, 2013. Tony Pietrus, auteur d’un livre choc sur le dérèglement climatique, reçoit des menaces de mort. Provocation, canular, avertissement ? Le scientifique, qui a prophétisé le chaos à venir, se heurte en effet à un profond déni et assiste, impuissant, à la destruction de la planète. Des supertyphons aux mégafeux, du complotisme antiécologique au capitalisme de surveillance, catastrophes et violences précipitent l’humanité au bord du gouffre. C’est ce tableau spectaculaire que dresse Stephen Markley en croisant les destins de ses différents personnages sur plusieurs décennies. Ashir, génie de l’analyse prédictive ; Kate, militante écologiste devenue l’icône d’une génération ; Shane, membre d’une mystérieuse organisation « écoterroriste » ; Jacquelyn, publicitaire adepte du greenwashing ; Keeper, un junkie capable du pire pour se payer sa dose ; ou encore le Pasteur, un acteur hollywoodien reconverti en figure de proue de l’ultra-droite… Tous verront leur vie bouleversée par l’effondrement en cours. Roman-monde, page turner au suspense haletant, « Le Déluge » met le lecteur au défi : qu’êtes-vous prêts à sacrifier pour sauver l’humanité ?

Le Déluge, Stephen Markley, 1039 pages, Albin Michel

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Down to Earth is a bimonthly magazine published in India. In this special issue, the magazine focuses on eco-anxiety with lots or articles from Indian or other Global South-based authors showing that eco-anxiety is widely spread all over the world. Environmental anxiety is constantly present in the mass media as a concern among young people living in northern countries, whereas in reality, it is the populations of the Global South who are most affected by climate change. Climate disasters cause not only physical damage, but also profound psychological harm to the populations of the Global South.

The magazine cites experts, such as Caroline Hickman from the University of Bath, who argue that these feelings are not a mental illness but a rational response to reality. The ‘betrayal’ comes from the gap between the severity of the climate crisis and the ‘inadequate responses’ from global governments. This frustration is driving the ‘first generation of the 21st century’ to take radical action, including suing governments for violating their human rights.

Down to Earth, 15th January 2026, special issue

https://www.amazon.in/Down-Earth-magazine-January-First/dp/B0GF98V29G

 

Über 300 Umweltschützer, Künstler, Autoren, Schauspieler, Filmemacher und Musiker haben sich für den wichtigsten Comic aller Zeiten zusammengeschlossen und präsentieren uns 120 Geschichten zur Rettung der Welt.

DER WICHTIGSTE COMIC DER WELT entstand aus der Zusammenarbeit eines illustren Teams von über 300 klugen und kreativen Köpfen aus Umweltschutz, Film & Fernsehen, Musik und Comic. Er präsentiert mehr als 120 Geschichten zur Rettung des Planeten. Inspirierende Storys von Stars wie Cara Delevingne oder Peter Gabriel, urkomische Webcomics von War and Peas oder Ricky Gervais, atemberaubende Kunstwerke von wegweisenden Zeichnern wie Alan Moore oder Jeff Lemire, aufrüttelnde Appelle von Umweltaktivisten wie George Monbiot oder Jane Goodall, oder kraftvolle Geschichten von Brian Azzarello und Amy Chu … mit jedem der Comics aus diesem Sammelband werden Projekte unterstützt, die darauf abzielen, einige der Millionen von Arten zu retten, die heute vom Aussterben bedroht sind. Durch den Kauf eines Exemplars dieses Buches können Sie führenden Umweltschützern und Organisationen dabei helfen, den Planeten zu retten – ein Überlebenskampf, der uns letztendlich alle angeht. Exklusiv für die deutsche Ausgabe: Zusatzstory von Timo Wuerz

Der wichtigste Comic der Welt, Paul Goodenough et al, 352 Seiten, Panini Verlag

https://www.thalia.at/shop/home/artikeldetails/A1070264491

 

Buchrezension

Von Marcos zu Marcos. Die Philippinen seit 1965.

Wer die Philippinen bereisen möchte und es dabei vor allem auf die paradiesischen Sandstrände und spektakulären Naturlandschaften abgesehen hat, der möge in der nächsten Buchhandlung nach einem klassischen Reiseführer fragen. Wer aber die Philippinen verstehen will, wer tief in die komplexe Geschichte und Gesellschaftsstruktur eintauchen will, dem sei das politische Lesebuch „Von Marco zu Marcos. Die Philippinen seit 1965″ ans Herz gelegt.

Die Herausgeber widmen das Buch gleich auf der ersten Seite allen Filipinas und Filipinos, die ihr beharrliches Engagement für Freiheit, Gerechtigkeit und Demokratie im Kampf gegen staatliche Repression und Diktatur mit dem Leben bezahlten. Und diese Widmung ist Programm. Denn auf eben jener lebendigen und kämpferischen Zivilgesellschaft, die sich seit vielen Jahrzehnten beharrlich gegen das Machtgebaren einer korrupten Oberschicht wehrt, liegt das Hauptaugenmerk des Werkes.

Die Herausgeber, das sind der Politik- und Sozialwissenschaftler Rainer Werning, sowie der evangelische Theologe und Germanist Jörg Schwieger. Beide sind ausgesprochene Kenner des Landes und haben Beiträge von Dutzenden Autoren zusammengetragen, die ein vielschichtiges Bild der philippinischen Gesellschaft zeichnen. Sowohl Journalisten, Akademiker, Aktivisten, Politiker und Geistliche kommen zu Wort, wie auch Bauern, Indigene und Exilfilipinos. Gegliedert in einzelne Themenkapitel, von der Geschichte und Politik, über die Wirtschaft bis hin zu Klima und Umwelt, ergibt sich daraus ein breites Mosaik, das strukturelle Einblicke in die innere Funktionsweise des Archipels gewährt.

Klassenkampf allgegenwärtig

Die Tiefe der Betrachtung gelingt durch die Aneinanderreihung der verschiedenen Lebensrealitäten, die durch erklärende Texte in eine Gesamterzählung eingebettet werden. Letztere ist resolut linksgerichtet. Der Blickwinkel geht von den unterdrückten Bevölkerungsschichten hinauf zu den politischen und wirtschaftlichen Eliten, welche zu Recht im Zentrum der Kritik stehen. Auf den Philippinen ist der Klassenkampf allgegenwärtig und nur wer das Ding beim Namen nennt, kann die realitätsgestaltenden Dynamiken zufriedenstellend erklären.

Ein weiteres Augenmerk liegt auf der geopolitischen Situation der Philippinen im aktuellen Spannungsfeld zwischen den USA und China. Die philippinischen Inseln liegen wie ein „unsinkbarer Flugzeugträger » am Eingang des südchinesischen Meeres und riegeln die Weiten des Pazifiks gegen Westen hin ab. Diese herausragende militärische Lage ist einer der Hauptgründe für das intensive Engagement der ehemaligen Kolonialmacht USA auf dem Archipel, welches wiederum den Machterhalt der regierenden Dynastien erklärt. Dass Jahrzehnte nach der Gewaltherrschaft des Diktators Ferdinand Marcos Senior nun sein Sohn Ferdinand Marcos Junior an den Schalthebeln der Macht sitzt, wäre ohne das Wohlwollen Washingtons nur schwer vorstellbar.

Ein Fallbeispiel für den Globalen Süden

Doch das Buch kann noch mehr. Die Philippinen sind geradezu ein Lehrbeispiel für all jene Übel, die seit dem Zweiten Weltkrieg fast überall im Globalen Süden zu beobachten sind.

Eine über Jahrhunderte währende Kolonisation, die feudale Strukturen hinterlassen hat. Dominierende Familienclans, von einer Großmacht gestützt, die in Korruption und Klientelismus schwelgen und die breite Masse der Bevölkerung in Armut und Ausbeutung halten. Militarisierung und brutale Unterdrückung als Antwort auf jegliche politische Opposition. Eine kapitalintensive exportorientierte Wirtschaftspolitik, die vorrangig die Taschen der ausländischen Geldgeber und der lokalen Eliten füllt, während das öffentliche Gesundheits- und Schulwesen vor sich hin darbt und die Ungleichheiten wachsen. Durch den Klimawandel intensivierte Naturkatastrophen, die vor allem jene treffen, die am wenigsten dazu beigetragen haben.

Man muss also kein spezielles Interesse für die Philippinen und die philippinische Gesellschaft mitbringen, um auf seine Kosten zu kommen. Alle entwicklungspolitisch interessierten Menschen, die sich mit den tiefliegenden Ursachen von Armut und Unterentwicklung auseinandersetzen, werden bei der Lektüre ihr Analyseraster schärfen können. Dabei handelt es sich keineswegs um eine trockene akademische Abhandlung, sondern um eine unterhaltsame und spannende Lektüre.

Von Marcos zu Marcos: Die Philippinen seit 1965. Rainer Werning / Jörg Schwieger (Hg.)

Promedia Verlagsgesellschaft 2025. 266 Seiten.

 

 

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